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Wem eine "App" zu unpersönlich ist:
Luther und die Protestation von Speyer


500 Jahre sind vergangen, seit Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Historisch nicht verbürgt, aber doch ein Ereignis, das die Welt veränderte.  - und ein großes Jubiläum, das 2017 nicht nur in den Lutherstädten Wittenberg und Eisleben gebührend gefeiert wurde.

Martin Luther - Mönch, Professor und Reformator - steht nicht nur in den Städten Wittenberg und Eisleben im Mittelpunkt, sondern auch immer wieder in der Kaiser- und Domstadt Speyer.

Speyer ist eine der ältesten Städte Deutschlands und war bereits im Mittelalter ein bedeutendes kulturelles und religiöses Zentrum in Europa. Die Verbreitung der Reformation ist eng mit den in Speyer abgehaltenen Reichstagen verbunden. Insbesondere der Reichstag im Jahre 1526 stellte die Stadt in den Mittelpunkt deutscher Geschichte. Die Fürsten erreichten hier, dass ihnen die Entscheidung in der Glaubensfrage überlassen wurde.

Protest gegen die Verhängung der Reichsacht

Auch die Durchsetzung des Wormser Ediktes, welches die Ver-
breitung von Luthers Schriften verbot und die Reichsacht über den Reformator verhängte, oblag nun den Landesfürsten. Als der Reichstag 1529 erneut in Speyer tagte, wurde das Wormser Edikt wieder eingesetzt. Daraufhin traten 19 evangelische Für-
sten und Reichsstädte öffentlich für ihre Überzeugung ein und protestierten gegen die Verhängung der Reichsacht über Luther.


Die neue Bewegung hat einen Namen


Aufgrund dieses Protestes nannte man die Anhänger der neuen Glaubensbewegung Protestanten. Die neugotische Gedächtnis-
kirche mit ihrem Lutherdenkmal und die barocke lutherische Dreifaltigkeitskirche (rechts) erinnern noch heute an diese Ereig-
nisse.

Rundgang auf den Spuren der Protestation von Speyer

Seit über zehn Jahren führt der "wohlleibliche Herre Nachtrath" auch auf den Spuren der Protestation durch die alte Kaiser- und Domstadt. Dabei geht es weniger um theologische oder religiöse Betrachtungen, sondern vielmehr darum, die teilweise versteckt liegenden wahren Orte der Protestation und der Reichstage von Speyer (1526/1529) vorzustellen - und ein Gefühl für eine ganz besondere Zeit aufkommen zu lassen!

Rundgänge zur Protestation
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